Empedocles

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Empedocles (Greek: Ἐμπεδοκλῆς, ca. 490–430 BC) was a Greek pre-Socratic philosopher and a citizen of Agrigentum, a Greek colony in Sicily. Empedocles’ philosophy is best known for being the origin of the cosmogenic theory of the four classical elements. He also proposed powers called Love and Strife which would act as forces to bring about the mixture and separation of the elements. These physical speculations were part of a history of the universe which also dealt with the origin and development of life. Influenced by the Pythagoreans, he supported the doctrine of reincarnation. Empedocles is generally considered the last Greek philosopher to record his ideas in verse. Some of his work still survives today, more so than in the case of any other Presocratic philosopher. Empedocles’ death was mythologized by ancient writers, and has been the subject of a number of literary treatments.

URTHEIL UND SEYN

Fragment: URTHEIL UND SEYN

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  1. Urtheil und Seyn
  2. Urtheil. ist im höchsten und strengsten Sinne die ursprüngliche Trennung des in der intellectualen Anschauung innigst vereinigtenObjects und Subjects, diejenige Trennung, wodurch erst Object und Subject möglich wird, die Ur=Theilung.
  3. Im Begriffe der Theilung liegt schon der Begriff der gegenseitigen Beziehung des Objects und Subjects aufeinander, und die nothwendige Voraussezung eines Ganzen wovon Object und Subject die Theile sind.
  4. »Ich bin Ich« ist das passendste Beispiel zu diesem Begriffe der Urtheilung, als Theoretischer Urtheilung, denn in der praktischen Urtheilung sezt es sich dem Nichtich, nicht sich selbst entgegen.
  5. Wirklichkeit und Möglichkeit ist unterschieden, wie mittelbares und unmittelbares Bewußtsein. Wenn ich einen Gegenstand als möglich denke, so wiederhohl’ ich nur das vorhergegangene Bewußtseyn, kraft dessen er wirklich ist.
  6. Es giebt für uns keine denkbare Möglichkeit, die nicht Wirklichkeit war. Deswegen gilt der Begriff der Möglichkeit auch gar nicht von den Gegenständen der Vernunft, weil sie niemals als das, was sie seyn sollen, im Bewußtseyn vorkommen, sondern nur der Begriff der Nothwendigkeit.
  7. Der Begriff der Möglichkeit gilt von den Gegenständen des Verstandes, der der Wirklichkeit von den Gegenständen der Wahrnemung und Anschauung.
  8. Seyn – drükt die Verbindung des Subjects und Objects aus.
  9. Wo Subject und Object schlechthin, nicht nur zum Theil vereiniget ist, mithin so vereiniget, daß gar keine Theilung vorgenommen werden kan, ohne das Wesen desjenigen, was getrennt werden soll, zu verlezen, da und sonst nirgends kann von einem Seyn schlechthin die Rede seyn, wie es bei der intellectualen Anschauung der Fall ist.
  10. Aber dieses Seyn muß nicht mit der Identität verwechselt werden.
  11. Wenn ich sage: Ich bin Ich, so ist das Subject (Ich) und das Object (Ich) nicht so vereiniget, daß gar keine Trennung vorgenommenwerden kann, ohne, das Wesen desjenigen, was getrennt werden soll, zu verlezen; im Gegenteil das Ich ist nur durch diese Trennung des Ichs vom Ich möglich. Wie kann ich sagen: Ich! ohne Selbstbewußt seyn?
  12. Wie ist aber Selbstbewußtseyn möglich? Dadurch daß ich mich mir selbst entgegenseze, mich von mir selbst trenne, aber ungeachtet dieser Trennung mich im entgegengesezten als dasselbe erkenne. Aber in wieferne als dasselbe? Ich kann, ich muß so fragen; denn in einer andern Rüksicht ist es sich entgegengesezt.
  13. Also ist die Identität keine Vereinigung des Objects und Subjects, die schlechthin stattfände, also ist die Identität nicht = dem absoluten Seyn.

[ While writing this, I was listening to “The Dark Night Of The Soul” by Loreena McKennitt]

“Es ist nämlich wahrscheinlich. daß Hölderlin zuerst die Abhandlung über “Sein” niedergeschrieben und erst danach die die Vordeseite des Vorsatzblattes für die Abhandlung über das Urteil benutzte.
Wenn man Notizen in ein Buch einträgt, ist es natürlich, zuerst von der Seite gegenüber dem Titel Gebrauch zu machen. So würde die Reflexion über die Modalbestimmungen zu einem Anhang des ganzen Gedankenganges und stünde nicht mehr in seiner Mitte, was weniger gut motiviert ist….”

(Dieter Henrich, Konstellationen,
Probleme und Debatten an Ursprung der idealistischen Philosophie (1789-1775).
Stuttgart:Klett-Cotta.1991. ISBN
3-608-91360-2)